Kratzer im Lack entfernen: DIY vs. Profi-Aufbereitung
Was sind Lackkratzer? Kratzer im Autolack entstehen durch mechanische Einwirkung auf die Lackoberfläche. Der moderne Autolack besteht aus vier Schichten: Grundierung (15-25 Mikrometer), Füller (30-40 Mikrometer), Basislack mit Farbe (15-20 Mikrometer) und Klarlack (30-50 Mikrometer). Die meisten Alltagskratzer betreffen nur den Klarlack und lassen sich durch Polieren entfernen.
Die drei Kratzerarten
Klarlackkratzer sind die häufigste Art. Sie sind als feine Linien oder Swirl-Marks sichtbar, besonders auf dunklen Lacken. Wenn Sie mit dem Fingernagel über den Kratzer fahren und er nicht hängen bleibt, handelt es sich um einen Klarlackkratzer. Diese lassen sich in den meisten Fällen durch Polieren vollständig entfernen.
Grundierungskratzer gehen tiefer und sind als weiße oder graue Linien sichtbar, die Grundierung scheint durch. Der Fingernagel bleibt beim Darüberfahren leicht hängen. Diese Kratzer lassen sich durch Polieren optisch verbessern, aber nicht vollständig entfernen.
Metallkratzer gehen bis aufs blanke Blech. Hier ist das Metall sichtbar und es besteht Rostgefahr. Diese Kratzer erfordern eine professionelle Lackreparatur mit Nachlackierung.
DIY-Methoden für leichte Kratzer
Kratzerpolish aus dem Baumarkt kann oberflächliche Klarlackkratzer reduzieren. Tragen Sie die Politur mit einem weichen Mikrofasertuch auf und arbeiten Sie sie in kreisenden Bewegungen ein. Wichtig: Vorher den Bereich gründlich reinigen, sonst verursachen Schmutzpartikel neue Kratzer.
Der Zahnpasta-Mythos: Im Internet kursiert der Tipp, Kratzer mit Zahnpasta zu entfernen. Zahnpasta enthält tatsächlich feine Schleifpartikel (RDA-Wert 30-80), die oberflächliche Kratzer leicht glätten können. Allerdings ist die Körnung ungleichmäßig und das Ergebnis unvorhersehbar. Für professionelle Ergebnisse ist Zahnpasta nicht geeignet.
Professionelle Lackkorrektur
Bei einer professionellen Lackkorrektur wird zunächst die Lackschichtdicke mit einem Lackschichtdickenmessgerät gemessen. So weiß der Aufbereiter genau, wie viel Material er sicher abtragen kann. Anschließend erfolgt die Politur mit einer Dual-Action-Poliermaschine (auch Exzenterpoliermaschine genannt) in mehreren Stufen: erst eine grobe Politur zum Abtragen der Kratzer, dann eine feine Politur für Hochglanz.
Ein Profi-Poliergang kostet zwischen 150 und 400 Euro je nach Fahrzeuggröße und Schadensausmaß. Ein neuer Lack dagegen kostet 2.000 bis 5.000 Euro. Die Investition in eine professionelle Lackkorrektur lohnt sich also in den allermeisten Fällen.
Wann zum Profi?
Gehen Sie zum Profi wenn: Kratzer mit dem Fingernagel spürbar sind, große Flächen betroffen sind, dunkler Lack Swirl-Marks zeigt, oder Sie den Fahrzeugwert für einen Verkauf oder Leasingrückgabe steigern möchten. Bei GLNZKLAR bieten wir professionelle Lackkorrektur mit Dual-Action-Poliermaschine und Lackschichtdickenmessung an, für ein Ergebnis, das mit DIY-Methoden nicht erreichbar ist.
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